johanna krumstroh

biographie


Johanna Krumstroh erhielt zunächst Klavier- und Cellounterricht. Lehrer waren u. a. Christoph Igelbrink und Prof. Rudolf Metzmacher. Ihre musikalische Ausbildung setzte sie an der Hochschule Carl Maria von Weber in Dresden fort und absolvierte dort ein Gesangstudium. Dieses intensivierte sie durch Meisterkurse bei Jessica Cash in London.

Darüber hinaus studierte sie Schauspiel an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art, London und schloss ihre Ausbildung mit Auszeichnung ab. Johanna Krumstroh wurde als Repräsentantin der Webber Douglas Academy of Dramatic Art, in der Rolle der "Emilia" aus "Othello" von William Shakespeare, zum William Poel Festival in London ausgewählt. Sie spielte in London am Chanticleer Theatre und am Drayton Theatre.

Weitere Engagements führten sie 2002 und 2003 nach Bern, wo sie u. a. "Elisabeth I." in "Maria Stuart" (Dacia Maraini) verkörperte. Von 2007 bis 2009 war sie am Düsseldorfer Schauspielhaus unter der Intendantin Amélie Niermeyer engagiert. In Hamburg war sie in der Titelrolle in "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" (Rainer Werner Fassbinder) zu sehen.

"Johanna Krumstroh spielte die pseudo-emanzipierte Karrierefrau Petra von Kant, ob in zartrosé oder lindgrün – stets Extravaganz in Person. Ihr stimmliches Repertoire reichte von süffisant säuselnd bis schneidend kalt. Eine Stimme ebenso facettenreich wie der Charakter der despotischen und in ihrer emotionalen Abhängigkeit doch hilflosen Modezarin. Ein Glücksfall, dass sich die Regisseurin für diese Vollblutschauspielerin entschied."
(Hamburger Abendblatt)

Mit ihrem Solostück "Die Briefe der Marianna Alcoforado" von Rainer Maria Rilke steht Johanna Krumstroh mit außerordentlichem Erfolg in Deutschland und der Schweiz auf der Bühne, u. a. zum Literaturfest Niedersachsen, Schönberger Musiksommer und an besonderen Spielorten wie dem Dom zu Güstrow und dem Berner Münster.

"Johanna Krumstroh spielte Marianna Alcoforado mit schier unglaublicher Intensität."
(Marianna Alcoforado im Schloss Holdenstedt)

Zu einem künstlerischen Schwerpunkt haben sich Johanna Krumstrohs Lesungen mit Musik entwickelt. Sie versteht es, ihre Zuhörer durch einen geschickten dramaturgischen Aufbau der Programme und durch ihre ausdrucksstarke Interpretation von Beginn an zu fesseln. Das facettenreiche Repertoire beinhaltet u.a. "Zwetajewa – Skrjabin" sowie "Orlando – eine Zeitreise" von Virginia Woolf und "Bella Chagall und Frédéric Chopin" (als CD mit der Pianistin Ewa Kupiec erschienen). Mit diesen wurde sie zu renommierten Musik- und Literaturfestivals wie u. a. Literaturfest Niedersachsen, lit.COLOGNE, Leipziger Buchmesse, Europäische Kulturtage Karlsruhe und Lange Nacht der Museen in Berlin eingeladen.

"Johanna Krumstroh bringt Sprache zum Leuchten. Mit vielfältigen sprachmelodischen Nuancierungen und Akzentuierungen trifft sie die zwischen Distanz und Hingabe, zwischen Seligkeit und Sehnsucht oszillierenden Gefühlswelten, lässt jugendlich-ungebändigte Momente genauso ausdrucksstark lebendig werden, wie die Ernsthaftigkeit, die aus den feinfühligen Bildern Bella Chagalls sprechen."
(Bella Chagall zur Schubertiade Schnackenburg)